Viel ist in den zurückliegenden Jahren über das Sanatorium Dr. G. berichtet worden. Dabei geriet ein Aspekt allerdings in Vergessenheit: Seine Geschichte als Zentralschule der Reichsbahn. Vor 75 Jahren wurde sie gegründet.

Von Stadthistorikerin Gerta Walsh

Homburg. Anfang August 1937 erwarb die Deutsche Reichsbahn für ihre dort geplante Zentralschule das in der Terrassenstraße 1 gelegene "Taunussanatorium Dr. Goldschmidt". Gegründet hatte es der jüdische Arzt Dr. Siegfried Goldschmidt 1911 und bis zu seinem Tode im Jahr 1926 geleitet. Sein Nachfolger wurde Dr. Owzei (genannt Otto) Leibowitz, der bis 1934 die Leitung innehatte, aber dann nur noch als Arzt arbeiten durfte. Nachdem ihm auch dies 1936 untersagt war, verließ er Deutschland und wirkte in Jerusalem als Professor und Herzspezialist.


Das geschmackvoll und elegant eingerichtete Haus nahm jetzt die bereits zwölf Jahre bestehende Reichsbahn-Zentralschule Hanau auf. Allerdings sollte es noch umgebaut und erweitert werden. Nach Plan ging die beträchtliche Vergrößerung des Geländes, doch die im Januar 1938 beginnenden Kurse konnten wegen der Bauarbeiten nicht in der Terrassenstraße abgehalten werden. Stattdessen wurden sie auf Räumlichkeiten im ganzen Stadtgebiet verteilt.

Der Ausbruch des Zweiten Weltkrieges am 1. September 1939 führte zum Abbruch aller weiteren Planungen. Ende des folgenden Jahres war zwar der ursprüngliche Bau für Verwaltungszwecke und ein Internat genutzt, doch im Übrigen sah alles einer Baustelle ähnlich.

 

 

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Kommentare: 1

  • #1

    Masticating Juicer (Freitag, 26 April 2013 12:34)

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